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Zeittafel/Geschichte:
- An der Stelle des heutigen
Schlosses existierte seit 1489 ein
Franziskanerkloster. Nach der
Spaltung des Hauses Siegen-Nassau in
eine katholische und eine
protestantische Linie nach 1623
wurde die Anlage Residenz der
protestantischen Linie. Sie hieß
daher auch Nassauischer Hof.
- Bereits zur Zeit von
Johann
Moritz von Nassau-Siegen, der
unter anderem Generalgouverneur von
Niederländisch-Brasilien war, wurde
mit der Stadt wegen einer
Erweiterung des Baus verhandelt. Zu
seinen Lebzeiten wurde vom niederländischen
Baumeister Maurits Post um 1668 die
Fürstengruft geschaffen. Auch unter den
folgenden Fürsten ging die Bautätigkeit
weiter. So wurde 1690 ein Torhaus
errichtet. Die Anlage des Unteren Schlosses
wurde beim großen Stadtbrand von
1695 zu einem Großteil bis auf Tor
und Fürstengruft zerstört. Der
Baumeister Peter Remboldt baute
danach zwischen 1698 und 1711 den
Nordtrakt sowie eine Reihe von Nebengebäuden.
Mit dem Bau eines Südflügels wurde
1717 begonnen. Baumeister war
nunmehr Philipp Ploennies. Im Jahr
1721 wurde als Archivturm an Stelle
eines mittelalterlichen Turms der
Stadtmauer der "Dicke Turm"
erbaut. Erst 1802 wurde er mit dem
Kurländerflügel durch einen
Zwischenbau verbunden.
- Nach dem Ende der
protestantischen Linie Nassau-Siegen
1722 war das Schloss bis 1782 noch
Witwensitz und diente ab 1742 auch
als Behördengebäude.
- Nachdem das
Siegerland
1815 zu Preußen
gekommen war, war das Schloss unter
anderem Dienstsitz des Landrates.
1816 wurde im Unteren Schloss das Bergamt
Siegen gegründet, Zwischen
1864 und 1976 befand sich im Schloss
das Amt- und Landgericht. Das Museum
für Gegenwartskunst im Unteren
Schloss Siegen widmet sich
einflussreichen Positionen der
Gegenwartskunst von der Malerei über
die Fotografie und Video bis hin zu
raum- und zeitbezogenen
Installationen.
- Der Schlossplatz dient heute auch
für Großveranstaltungen, so unter
anderem für Public
Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft
2006. Seit 2007 ist dort auch im
Dezember der Siegener
Weihnachtsmarkt untergebracht.
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