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Zeittafel/Geschichte:
- Die
erste urkundliche Erwähnung
erfolgte 1160 als Odincdala. Seinerzeit handelte es sich um einen
dem Werdener
Oberhof Schöpplenberg
abgabepflichtigen Besitz. Die Herren
von Odendal, so die Bezeichnung zu
dieser Zeit, besaßen seit dem
13./14. Jahrhundert auch Güter im
benachbarten Othlinghausen.
- Seit Mitte des 16.
Jahrhunderts befand sich Oedenthal
im Besitz verschiedener wechselnder
Adelsgeschlechter. 1725 kam es zu
einer Versteigerung. Georg Hermann von
Holtzbrinck erwarb das Gut, wie
auch im gleichen Jahr Haus
Rhade im Volmetal. Von
Holtzbrinck war
General-Kron-Postmeister mit
Ministerrang im wettinischen
Polen und vom sächsischen
Kurfürsten und polnischen König
in den erblichen Adelsstand erhoben
worden. Da er kinderlos blieb, setzte er
seinen Neffen, den preußischen
Kriegskommissar Georg Wilhelm von
Lent als Haupterben ein, falls seine
zweite Frau, eine Freiin von Bünau,
sich erneut verehelichen sollte.
Nachdem dies geschah, sie aber
dennoch weiterhin Erbansprüche
stellte, kam es zu einem Vergleich:
Frau von Bünau erhielt die sächsischen
und polnischen Güter von
Holtzbrincks, von Lent die sauerländisch-märkischen.
Auf Wunsch seines Onkels nahm er
selbst den Namen von Holtzbrinck an.
Etwa zweihundert Jahre residierten
seine Nachkommen auf Oedenthal als
Land- und teilweise auch
Hauptwohnsitz. Zwei von ihnen
erhielten 1767 durch Friedrich
den Großen ein Erneuerungs- und
Anerkennungsdiplom ihres "alten
Adels". Heinrich
Wilhelm von Holtzbrinck, preußischer
Regierungspräsident und zeitweise
preußischer Handelsminister,
verbrachte seinen Lebensabend auf
Oedenthal.
- Seit 1931 ist es mit den
zugehörigen Höfen und Ländereien
in bürgerlichem Besitz. Der Vorgängerbau
des jetzigen Herrenhauses soll eine
Wasserburg mit einer Zugbrücke
gewesen sein. Nach einem Brand um 1865 kam es zur
Errichtung der bestehenden
Baulichkeiten.
- Seit
etwa 800 Jahren gehört eine Wassermühle
zu Gut und Schloss Oedenthal. Das
historische Gebäude, ein typisch märkischer
Bruchsteinputzbau befindet
sich direkt unterhalb des Schlosses.
Ursprünglich besaß er zwei Wasserräder.
Nach
einer Unterbrechung befindet sich in
der Mühle wieder eine
Ausflugsgaststätte mit Biergarten.
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