Burgen und Schlösser in Nordrhein Westfalen


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Burgruine Schwarzenberg
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58840 Plettenberg / Sauerland

Eigentümer/Betreiber: -
Telefon: -
Telefax: -
Internet: Homepage (Heimatkreis)





Zeittafel/Geschichte:
  • Die Gegend um die Burg Schwarzenberg war im Mittelalter stark umkämpft. Hier standen sich die Erzbischöfe von Köln (gemeinsam mit den Grafen von Berg) und die Grafen von der Mark gegenüber. Graf Eberhard I. von der Mark zerstörte 1288 die kölnischen Burgen Isenburg, Volmarstein und Raffenburg, sowie die Städte Werl und Menden. Im Osten des Sauerlandes zerstörte Graf Otto von Waldeck Burg und Stadt Hallenberg. Die Burgen Rodenburg und Waldenburg wurden übernommen.
  • Der Erzbischof von Köln musste das Befestigungsrecht zugestehen und in einer Vereinbarung einräumen, dass keiner auf dem Gebiet des anderen Befestigungen errichten durfte. In einem Sühnevertrag verzichtet der Erzbischof Siegfried von Westerburg 1289 auf alle Ansprüche, insbesondere auf Entschädigung für erlittene Verluste. Zudem musste er die Waldenburg Pfandwaise dem Grafen Adolf III. von Berg überlassen, der die Burg an Eberhard I. von der Mark weiterverpfändete. In dieser prekären Situation ließ der Erzbischof durch seinen Landmarschall Johann I. von Plettenberg die Burg Schnellenberg instandsetzen, um von dort gegebenenfalls Ausfälle in die Mark unternehmen zu können. Nachdem Wigbold von Holte, Erzbischof von Köln, die Waldenburg am 15. Dezember 1300 wieder eingelöst hatte, erkannte das märkische Grafenhaus, dass seine südliche Grenze dringend abgesichert werden musste, da bisher hierfür nur die Stadt Lüdenscheid und die Burg Altena zur Verfügung standen. Beide waren jedoch zu weit von der Grenze entfernt.
  • 1301 begann Graf Engelbert II. mit der Befestigung der Stadt Neustadt, welche die Rechte der Stadt Lüdenscheid bekamen, und mit dem Bau der Burg Schwarzenberg.
  • Im Verlauf einer Fehde zwischen Graf Adolf II. von Kleve und Herzog Adolf von Berg fiel die Burg um 1397 an den damaligen Verbündeten Eberhard von Limburg. Nachdem Graf Adolf 1399 mit den beiden eine Aussöhnung erreichte, wurde die Pfandschaft gegen eine Geldzahlung ausgelöst. Die erforderliche Geldsumme streckte der Ritter Wennemar Dücker dem Graf Adolf vor und erhielt dafür die Ämter Lüdenscheid Neustadt und Schwarzenberg zum Pfand.
  • Im Zusammenhang der Erbauseinandersetzungen mit seinem Bruder Gerhard verpfändete Herzog Adolf von Kleve im Jahr 1422 die Burg an Diderich van Hemmerde, Bruder Gerhard dann 1423 an Herzog Adolf von Berg. Zum Amtmann wurde Wilhelm II. von Nesselrode, ein bergischer Gefolgsmann, bestellt. Später scheint die Pfandschaft an Heinrich Wrede gen. Suptuyt gelangt zu sein, der diese an Hermann Overlacker weitergab. Heinrich Wrede hatte wohl die Burg weiter ausgebaut und forderte nun von Herzog Adolf dafür eine Bezahlung. Den nötigen Betrag streckte Hermann Overlacker dem Grafen vor und bekam dafür als Gegenleistung die Burg Schwarzenberg mit dem Gericht Plettenberg und allem Zubehör, welcher wiederum nach seinem Ableben seine Söhne damit beerbte.
  • Im Jahre 1513 gelangte die Burg als Pfand und 1661 durch Erwerb in den Besitz der Familie von Plettenberg, die hier bis etwa 1830. Im 17. Jh. waren Wohnturm und Burgkapelle nur noch als Ruinen erhalten. Durch einen Blitzeinschlag brannte die Burg 1864 mit den gesamten übrigen Wohngebäuden völlig ab.
  • Seit 1911 wird die Ruine im derzeitigen Zustand erhalten. Der Burgbrunnen, welcher zwischen 1981 und 1985 freigelegt wurde, besitzt eine Tiefe von 26 Metern.

Quelle: Wikipedia / Bilder: AAM-WEB

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