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Zeittafel/Geschichte:
- Nachdem
der Kölner Erzbischof Engelbert von
Berg 1222 den Ort Attendorn
befestigt hatte, wurde von ihm zur
gleichen Zeit die Burg Schnellenberg
angelegt. Dieses ist in einem
Abkommen mit dem Grafen von der Mark
belegt, dem auf der Burg zwei
Burglehen überlassen wurden.
- Zweck
der Errichtung der Burg war die
Sicherung der Heidenstraße.
- Nach
der für das Kölner Erzbistum verhängnisvollen
Schlacht bei Worringen 1288 musste
die nur drei Kilometer südwestlich
gelegene kölnische Burg Waldenburg
1289 Pfandweise an den Grafen von
der Mark abgetreten werden. Als
Ausgleich ließ der Marschall des
Herzogtums Westfalen Johann von
Plettenberg um 1291 die Burg
Schnellenberg mit tatkräftiger
Hilfe der Bürger von Attendorn neu
und stärker befestigen. 1294
verspricht der Kölner Erzbischof,
Siegfried von Westerburg den Bürgern
von Attendorn, die ihm beim Bau des
"Castrum Snellenberch"
behilflich waren, dass ihnen von
demselben niemals Schaden zugefügt
werde.
- Die
Bedeutung der Burg Schnellenberg
verminderte sich jedoch rasch
wieder, nach dem die verpfändete
Waldenburg im Jahre 1300 von
Erzbischof Wigbold von Holte (1297-1304)
eingelöst werden konnte und er den
Marschall Johann von Plettenberg,
zum Drosten des weitausgedehnten
Amtes Waldenburg bestellte.
- 1594
kaufte Caspar von Fürstenberg
(1545-1618) die Burganlage. Doch
erst 1609 wurde Schnellenberg sein
ständiger Wohnsitz, denn vierzehn
Jahre dauerte der Um- und
Wiederaufbau. Nachdem
Caspar von Fürstenberg 1595 in die
Reichsritterschaft aufgenommen
wurde, beantragte er die
Reichsunmittelbarkeit für die Burg.
- Im
Laufe der Jahrhunderte wurde Burg
Schnellenberg oft um- und ausgebaut,
doch setzte 1686 die für das
Schloss wichtigste Bauperiode unter
Ferdinand v. Fürstenberg ein, die
dem Schloss die gegenwärtige äußere
Gestalt gab.
- Im
ganzen 18. Jahrhundert ist das Schloss
Schnellenberg nur noch
vorübergehend von der Familie
bewohnt worden. Der letzte Bewohner
der Burg war Friedrich Leopold v.
Fürstenberg, der 1791 größere
Restaurierungen veranlasst hat, wie
die Inschrift über dem Tor der
Oberburg heute noch bezeugt.
- Im
19. Jahrhundert richtete man im
rechten Seitenflügel der Unterburg
eine Brauerei ein und stellte von
1835 bis 1887 "erhebliche
Mengen guten Bieres" her.
1889 brennt
der Südflügel der Burg inklusive
der Brauerei vollkommen nieder.
- Im
Jahre 1902 war Schnellenberg nicht
mehr bewohnt und vom Verfall
bedroht, so dass Pia von
Fürstenbergs einige Inventarstücke
ausbauen und in das Schloss
Herdringen bei Arnsberg (neues
Hauptwohnsitz der Familie) bringen
ließ.
- Zwischen
1892 und 1911 führt der Bäcker
Friedrich Grote aus Attendorn die
Gastronomie auf der Burg fort.
Den Grundstein für die Gastronomie
auf Burg Schnellenberg legt der
Restaurateur Johann Jung aus
Attendorn.
- In
den 1930er Jahren begannen
Wiederherstellungsarbeiten an der
Oberburg. Ab 1946 wurde der Südflügel
der ausgebrannten Vorburg als Gaststätte
und Hotel ausgebaut,
später dann auch in der Oberburg.
- Familie
Bilsing betreibt heute dieses Hotel
und Restaurant. Sehenswert ist auch
die Schatzkammer der Burg, die nach
Vereinbarung besichtigt werden kann.
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