Burgen und Schlösser in Nordrhein Westfalen


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Burg Schnellenberg
Schnellenberg 1
57439 Attendorn / Sauerland

Eigentümer/Betreiber: Bilsing Hotelbetrieb
Telefon: 02722 6940
Telefax: 02722 694169
Internet: Homepage

Burg Schnellenberg





Zeittafel/Geschichte:
  • Nachdem der Kölner Erzbischof Engelbert von Berg 1222 den Ort Attendorn befestigt hatte, wurde von ihm zur gleichen Zeit die Burg Schnellenberg angelegt. Dieses ist in einem Abkommen mit dem Grafen von der Mark belegt, dem auf der Burg zwei Burglehen überlassen wurden.
  • Zweck der Errichtung der Burg war die Sicherung der Heidenstraße.
  • Nach der für das Kölner Erzbistum verhängnisvollen Schlacht bei Worringen 1288 musste die nur drei Kilometer südwestlich gelegene kölnische Burg Waldenburg 1289 Pfandweise an den Grafen von der Mark abgetreten werden. Als Ausgleich ließ der Marschall des Herzogtums Westfalen Johann von Plettenberg um 1291 die Burg Schnellenberg mit tatkräftiger Hilfe der Bürger von Attendorn neu und stärker befestigen. 1294 verspricht der Kölner Erzbischof, Siegfried von Westerburg den Bürgern von Attendorn, die ihm beim Bau des "Castrum Snellenberch" behilflich waren, dass ihnen von demselben niemals Schaden zugefügt werde.
  • Die Bedeutung der Burg Schnellenberg verminderte sich jedoch rasch wieder, nach dem die verpfändete Waldenburg im Jahre 1300 von Erzbischof Wigbold von Holte (1297-1304) eingelöst werden konnte und er den Marschall Johann von Plettenberg, zum Drosten des weitausgedehnten Amtes Waldenburg bestellte.
  • 1594 kaufte Caspar von Fürstenberg (1545-1618) die Burganlage. Doch erst 1609 wurde Schnellenberg sein ständiger Wohnsitz, denn vierzehn Jahre dauerte der Um- und Wiederaufbau. Nachdem Caspar von Fürstenberg 1595 in die Reichsritterschaft aufgenommen wurde, beantragte er die Reichsunmittelbarkeit für die Burg.
  • Im Laufe der Jahrhunderte wurde Burg Schnellenberg oft um- und ausgebaut, doch setzte 1686 die für das Schloss wichtigste Bauperiode unter Ferdinand v. Fürstenberg ein, die dem Schloss die gegenwärtige äußere Gestalt gab.
  • Im ganzen 18. Jahrhundert ist das Schloss Schnellenberg nur noch vorübergehend von der Familie bewohnt worden. Der letzte Bewohner der Burg war Friedrich Leopold v. Fürstenberg, der 1791 größere Restaurierungen veranlasst hat, wie die Inschrift über dem Tor der Oberburg heute noch bezeugt.
  • Im 19. Jahrhundert richtete man im rechten Seitenflügel der Unterburg eine Brauerei ein und stellte von 1835 bis 1887 "erhebliche Mengen guten Bieres" her. 1889  brennt der Südflügel der Burg inklusive der Brauerei vollkommen nieder.
  • Im Jahre 1902 war Schnellenberg nicht mehr bewohnt und vom Verfall bedroht, so dass Pia von Fürstenbergs einige Inventarstücke ausbauen und in das Schloss Herdringen bei Arnsberg (neues Hauptwohnsitz der Familie) bringen ließ.
  • Zwischen 1892 und 1911 führt der Bäcker Friedrich Grote aus Attendorn die Gastronomie auf der Burg fort. Den Grundstein für die Gastronomie auf Burg Schnellenberg legt der Restaurateur Johann Jung aus Attendorn.
  • In den 1930er Jahren begannen Wiederherstellungsarbeiten an der Oberburg. Ab 1946 wurde der Südflügel der ausgebrannten Vorburg als Gaststätte und Hotel ausgebaut, später dann auch in der Oberburg.
  • Familie Bilsing betreibt heute dieses Hotel und Restaurant. Sehenswert ist auch die Schatzkammer der Burg, die nach Vereinbarung besichtigt werden kann.

Quelle: Wikipedia / Bilder: AAM-WEB

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