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Zeittafel/Geschichte:
- Schloss
Broich ist der älteste erhaltene Wehrbau der späten Karolingerzeit
nördlich der Alpen. 883
erobern die
Normannen
Duisburg und richten hier ihr
Winterlager ein. Herzog
Heinrich lässt im Winter 883/884 in Broich
ein befestigtes Militärlager
errichten. Im April 884 vertreibt
er die Normannen. Die Anlage
wird aufgegeben.
- Die
verlassene Burg wird gegen Ende des
11. Jahrhunderts von den Edelherren
von Broich wieder aufgebaut. 1093 werden die Broicher
erstmals schriftlich
erwähnt. Philipp
I. von Heinsberg (Kölner Erzbischof) erwirbt 1188 die
Burg von den Brüdern
Theodorich und Erwin Bruke. Damit ist die
Burg erstmals
urkundlich erwähnt.
- Die erneuerte
Befestigung der Burg ist so effektiv, dass
sie 1240 der Belagerung des Kölner Erzbischofs Konrad
von Hochstaden (Territorialkriege)
widersteht.
- Mit
dem letzten Herrn von Broich,
Dietrich III., stirbt das
ursprüngliche Geschlecht im
Mannesstamm aus und seine älteste
Tochter Lukardis, verheiratet mit
Graf Dietrich IV. von Limburg, erbt
1372 die Herrschaft Broich. 1443
wird die Burg, durch Erzbischof Dietrich
II. von Moers und Herzog Gerhard
von Jülich-Berg eingenommen.
- Weil
Graf Johann von Limburg zu Broich
keine Nachkommen hat, adoptiert er 1505 die Tochter seiner
Schwester Maria, Irmgard von Sayn,
und verheiratet sie im selben Jahr
mit Wirich
V. von Daun-Falkenstein. 1508
beschenkt Johann das Paar mit der
Herrschaft Broich sowie seiner
Hälfte der Grafschaft Limburg. Graf
Johann stirbt 1511. Unter
Wirichs von Daun
werden etliche Umbauten
durchgeführt.
- Graf
Wirich war ein wichtiger Führer der
Protestanten. 1598 wird die Burg von
Spaniern eingenommen. Graf Wirich
wird gefangengenommen und am 11.
Oktober von seinen Bewachern erstochen.
Die
Schäden an der stark zerstörten
Burg werden erst in den Jahren 1644 bis
1648 durch
Graf Wilhelm Wirich von Daun zu
Falkenstein beseitigt. Die
Wohngebäude werden wieder aufgebaut
und ergänzt.
- 1682 stirbt
Wilhelm Wirich. Da sein einziger
Erbsohn Carl Alexander am 7. Oktober
1659 von Graf Moritz von Limburg-Styrum
erschossen wurde, geht das Erbe an
seine älteste Tochter Anna
Elisabeth. Sie ist seit 1658
vermählt mit Graf Georg Wilhelm von
Leiningen-Dagsburg. Für die
Instandhaltung wird jetzt nicht mehr
viel getan. Erst
Anna Elisabeths Enkelin Maria
Luise Albertine Gräfin von
Leiningen-Dagsburg interessiert
sich wieder für den Besitz und
plant, das Schloss restaurieren und
ausbauen zu lassen. 1787 und 1791 nimmt die
Gräfin ihre beiden jungen
Enkelinnen Luise
und Friederike
von Mecklenburg-Strelitz (späteren Königinnen von Preußen
bzw. Hannover) mit nach
Broich. Während
Napoleons Herrschaft am Rhein und an
der Ruhr 1806–1813 wird auch die
Herrschaft Broich aufgelöst. Nach
zweijähriger Übergangszeit wird
1815 auf Beschluss des Wiener
Kongresses auch Broich, von Preußen
annektiert. Die
Gebäude verfallen schnell.
- 1830
stirbt der letzte Besitzer, Prinz
Georg Karl von Hessen-Darmstadt.
- 1857
ersteigern der Renteiverwalter
Bilger und sein Schwiegersohn, der
Bankier Eduard Stöcker, das Schloss
und errichten dort eine
klassizistische Villa. 1938
geht das Schloss in den Besitz der
Stadt Mülheim über. In
den Jahren 1967 bis 1974 wird im
Auftrag des Landschaftsverbands
Rheinland an der Anlage aufwendig
ausgegraben und restauriert und 1975
wird Schloss Broich feierlich wieder
eröffnet.
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