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Zeittafel/Geschichte:
- Schloss
Borbeck geht zurück auf einen
fränkischen Oberhof
des Damenstifts
Essen, der
erstmals im 9.
Jahrhundert in einer Heberolle
des Stifts
erwähnt wurde.
- Eine weitere
urkundliche Erwähnung fand er im
Jahre 1227 durch einen Streit des
damaligen Besitzers, Ritter
Hermann von Borbecke, mit der
Fürstäbtissin Adelheid von
Wildenberg, die sich mit
Unterstützung des Reichsvogts,
Adolf von Gymnich, in dieser
Auseinandersetzung am Ende
durchsetzen konnte. Äbtissin Berta
von Arnsberg kaufte im Jahre 1288 den
offenbar verpfändeten Oberhof
Borbeck von den Rittern Hermann und
Wennemar von Altendorf. Die Essener Äbtissinnen bauen
diesen Oberhof seit dem 13.
Jahrhundert nach und nach zu ihrer
Residenz aus.
- Ab 14.
Jahrhundert wurde Borbeck
bevorzugte Residenz der
Fürstäbtissinnen.
- 1372 wurde sie
erstmals als castrum bezeichnet. Äbtissin Elisabeth
von Nassau hatte mit
Zustimmung von Kaiser Karls
IV. das Freigericht
nach Borbeck verlegt. Die Burganlage
diente in der Folgezeit häufiger
als Zufluchtsort der Essener
Stiftsdamen.
- Äbtissin Sophia von Gleichen
begann in 15.
Jahrhundert eigene Münzen, den so
genannten "Borbecker Gulden"
und den "Borbecker Groschen",
prägen zu lassen.
- 1493 brannten
Torhaus und Stallungen der Anlage
bei einem Überfall ab.
- Während des
Achtzigjährigen
Krieges wurde Borbeck von
spanischen Truppen weitgehend
zerstört. Die Gebäude wurden
jedoch bis 1598 wiederhergestellt und sogar
weiter ausgebaut.
- 1665
verlegte Äbtissin Anna
Salome von Salm-Reifferscheidt
ihren Wohnsitz von Essen gänzlich
nach Borbeck und ließ das Haupthaus
im Stil der Renaissance
auf alten Grundmauern neu errichten.
- Seine heutige
Gestalt verdankt Schloss Borbeck
Umbauarbeiten der Äbtissin Franziska
Christine von Pfalz-Sulzbach in
den Jahren von 1744 bis 1762.
- Im 18.
Jahrhundert ließ die letzte Essener
FürstÄbtissin, Maria Kunigunde von
Sachsen (1776-1803), den Schlossgarten
umgestalten. Der 42
ha großen Schlosspark gilt als
eine der ältesten gestalteten
Parkanlagen des Rheinlands.
- Das
Territorium des Stiftes wurde 1802 von
Preußen
vereinnahmt. Nach der Säkularisation
im Jahr 1803 kam Schloss Borbeck an
die Grafen von Recke-Volmarstein und
von 1806 bis 1814 anschließend an
das Herzogtum
Berg und somit unter
französische Herrschaft.
- 1827
erwarb Reichsfreiherr
Clemens von Fürstenberg die Anlage.
- Als
die Familie von
Fürstenberg 1879
ihren Wohnsitz gänzlich nach
Hugenpoet verlegte, wurden die
Räumlichkeiten von Schloss Borbeck
nicht mehr genutzt.
- 1941
erwarb die Stadt Essen die gesamte
Schlossanlage von der Familie
Fürstenberg, um sie
nach Restaurierung
in den 1950er
und 1960er
Jahren als Büroräume der
Stadtverwaltung zu nutzen.
- Seit 1983 dient
Schloss Borbeck als Kultur- und
Begegnungsstätte für die Essener
Bürgerschaft, Borbecker
Standesamt, Musik- und Volkshochschule.
Im
Untergeschoss befindet sich ein
Restaurant. Seit den
1980er Jahren wird es als
Veranstaltungsort genutzt. Seit
1985 unter Denkmalschutz.
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