Burgen und Schlösser in Nordrhein Westfalen


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Schloss Borbeck
Schlossstraße 101
45355 Essen / Ruhrgebiet

Eigentümer/Betreiber: Kulturzentrum
Telefon: 0201 8844219 (Verwaltung)
Telefax: 0201 8844220 (Verwaltung)
Internet: Homepage

Schloss Borbeck





Zeittafel/Geschichte:
  • Schloss Borbeck geht zurück auf einen fränkischen Oberhof des Damenstifts Essen, der erstmals im 9. Jahrhundert in einer Heberolle des Stifts erwähnt wurde.
  • Eine weitere urkundliche Erwähnung fand er im Jahre 1227 durch einen Streit des damaligen Besitzers, Ritter Hermann von Borbecke, mit der Fürstäbtissin Adelheid von Wildenberg, die sich mit Unterstützung des Reichsvogts, Adolf von Gymnich, in dieser Auseinandersetzung am Ende durchsetzen konnte. Äbtissin Berta von Arnsberg kaufte im Jahre 1288 den offenbar verpfändeten Oberhof Borbeck von den Rittern Hermann und Wennemar von Altendorf. Die Essener Äbtissinnen bauen diesen Oberhof seit dem 13. Jahrhundert nach und nach zu ihrer Residenz aus.
  • Ab 14. Jahrhundert wurde Borbeck bevorzugte Residenz der Fürstäbtissinnen.
  • 1372 wurde sie erstmals als castrum bezeichnet. Äbtissin Elisabeth von Nassau hatte mit Zustimmung von Kaiser Karls IV. das Freigericht nach Borbeck verlegt. Die Burganlage diente in der Folgezeit häufiger als Zufluchtsort der Essener Stiftsdamen.
  • Äbtissin Sophia von Gleichen begann in 15. Jahrhundert eigene Münzen, den so genannten "Borbecker Gulden" und den "Borbecker Groschen", prägen zu lassen.
  • 1493 brannten Torhaus und Stallungen der Anlage bei einem Überfall ab.
  • Während des Achtzigjährigen Krieges wurde Borbeck von spanischen Truppen weitgehend zerstört. Die Gebäude wurden jedoch bis 1598 wiederhergestellt und sogar weiter ausgebaut.
  • 1665 verlegte Äbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt ihren Wohnsitz von Essen gänzlich nach Borbeck und ließ das Haupthaus im Stil der Renaissance auf alten Grundmauern neu errichten.
  • Seine heutige Gestalt verdankt Schloss Borbeck Umbauarbeiten der Äbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach in den Jahren von 1744 bis 1762.
  • Im 18. Jahrhundert ließ die letzte Essener FürstÄbtissin, Maria Kunigunde von Sachsen (1776-1803), den Schlossgarten umgestalten. Der 42 ha großen Schlosspark gilt als eine der ältesten gestalteten Parkanlagen des Rheinlands.
  • Das Territorium des Stiftes wurde 1802 von Preußen vereinnahmt. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 kam Schloss Borbeck an die Grafen von Recke-Volmarstein und von 1806 bis 1814 anschließend an das Herzogtum Berg und somit unter französische Herrschaft.
  • 1827 erwarb Reichsfreiherr Clemens von Fürstenberg die Anlage.
  • Als die Familie von Fürstenberg 1879 ihren Wohnsitz gänzlich nach Hugenpoet verlegte, wurden die Räumlichkeiten von Schloss Borbeck nicht mehr genutzt.
  • 1941 erwarb die Stadt Essen die gesamte Schlossanlage von der Familie Fürstenberg, um sie nach Restaurierung in den 1950er und 1960er Jahren als Büroräume der Stadtverwaltung zu nutzen.
  • Seit 1983 dient Schloss Borbeck als Kultur- und Begegnungsstätte für die Essener Bürgerschaft, Borbecker Standesamt, Musik- und Volkshochschule. Im Untergeschoss befindet sich ein Restaurant. Seit den 1980er Jahren wird es als Veranstaltungsort genutzt. Seit 1985 unter Denkmalschutz.
Quelle: Internet / Bilder: AAM-WEB

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