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Zeittafel/Geschichte:
- Seit
dem 11. Jahrhundert ist in der Nähe
von Coesfeld in der Bauernschaft Höven
ein Haupthof bezeugt. Der Hof war im
Besitz einer Edelfrau Reimod.
- Später
waren die Grafen von Cappenberg
Besitzer. Otto von Cappenberg
unterstützte Lothar von Supplinburg
gegen Heinrich V. Nach der
Niederlage Lothars übergab Otto von
Cappenberg, beeinflusst von seinem
Bruder Gottfried von Cappenberg, den
Großteil seines Besitzes an den Prämonstratenserorden.
- Die
Stiftung wurde von Egbert von Münster
bestätigt. Als ökonomische Basis
verfügte Varlar über die
Haupthöfe Varlar und Coesfeld.
Insbesondere im 13. und 14. Jh.
erwarb das Kloster weiteren Besitz
hinzu. 1249 erlangte es auch das
Patronat über die Kirche in Rhede.
Die zugehörige Vogtei folgte 1338.
Am Ende des 14. Jahrhundert
unterstanden 85 Höfe Varlar und
Ende des 18. Jahrhunderts waren es
440 Zinsgüter.
- Durch
den Reichsdeputationshauptschluss
von 1803 wurde das Stift aufgehoben.
- Die
Klosteranlage und der zugehörige
Besitz fielen am den Wild- und
Rheingraf zu Salm-Grumbach. Die
Anlage diente der gräflichen
Familie als Residenz.
- Die
eigenständige Herrschaft endete
bereits 1806 wieder. Die Güter
blieben aber im Privatbesitz der
Familie, die sich nun Salm-Horstmar
nannte. Friedrich August Karl zu
Salm-Grumbach, der 1816 als Fürst
von Salm-Horstmar in den preußischen
Fürstenstand erhoben worden war, führte
verschiedene Neuerungen ein.
Nachfolger wurde 1865 Otto Friedrich
Carl zu Salm-Horstmar. Dessen Sohn
Otto Fürst zu Salm-Horstmar, Präsident
des Deutschen Flottenvereins und
federführendes Mitglied des
sogenannten Alldeutschen Verbandes
übernahm 1892 den Besitz.
- Nach
1945 diente das Schloss als Wohnheim
für royalistische jugoslawische
Offiziere, Anhänger von Peter II.,
die dort im Einverständnis mit der
englischen Militärregierung ihren
Lebensabend im Exil verbrachten.
Nach deren Auszug erhielt die
Familie Salm-Horstmar das Schloss
zurück. Das Schloss Varlar steht
unter Denkmalschutz und wird von dem
Eigentümer und seiner Familie
bewohnt.
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