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Zeittafel/Geschichte:
- Die
Kolvenburg ist charakteristisch für
die früher zahlreichen Wohnsitze
des niederen Adels. Nach neueren
Forschungen heißt die Burg erst
seit dem 16. Jh. "Kolvenburg",
vorher wurde sie "Voetshues"
und "Burg Overwater"
genannt. Die Burg nutzte das tief
vermoorte Bett der Berkel als Schutz
im Norden. Die Burganlage bestand
aus einem Burghügel und einem von
Wasser umflossenen Platz. Um beide
zogen sich mehrere Gräben und Wälle.
Die Erbauer der Kolvenburg waren
Ritter aus der Familie von
Billerbeck. Um 1300 kamen die später
namengebenden Kolve hierher. Es
folgten als Burgbesitzer u.a. die
von Halthausen, die Voet, von Münster,
von Oer und von Romberg. Seit dem
16. Jh. wurde das Gebäude nur noch
selten vom Adel besucht. Verwalter
und Mieter bewohnten es. In den
Jahren 1958 bis 1976 wurde die
Kolvenburg vom Kreis Coesfeld mit
einem Kostenaufwand von rund 1 Mio.
Mark restauriert. Baugeschichtliche
Untersuchungen liefen parallel zur
Restaurierung. Als Ziel galt die
Wiederherstellung des Bauzustandes
aus der letzten Bauperiode Ende des
16. Jahrhunderts. Wohl nie ganz
fertiggestellt, blieb die Burg fast
400 Jahre unverändert. Bei der
Restaurierung wurde besonders darauf
geachtet, dass alle Bauspuren
sichtbar blieben und so die nicht
ganz einfache Baugeschichte des
Hauses ablesbar ist. Man glaubt,
zehn Bauabschnitte feststellen zu
können.
- Die
Burg ist somit ein Museum an sich.
Als eine besondere Sehenswürdigkeit
gilt der in handwerklicher
Qualitätsarbeit hergestellte
mittelalterliche Eichendachstuhl,
ein doppelseitiges Krüppelwalmdach.
Die Restaurierungsarbeiten konnten
1976 abgeschlossen werden. Die Räumlichkeiten
der Kolvenburg können für
kulturelle Veranstaltungen wie
Konzerte, Lesungen oder Vorträge
gemietet werden.
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