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Zeittafel/Geschichte:
- Im
Jahr 838 schenkte Kaiser Ludwig den
damals als „Gut Reni“
bezeichneten Falkenhof dem
Marienkloster in Herford. Das Stift
gab den Hof zur Bewirtschaftung an
adlige Gefolgsleute weiter. Nach den
um 1282 erwähnten Herren von Hake
wohnten hier unter anderem die von
Valke, denen der Hof seinen Namen zu
verdanken hat.
- In
den Jahren 1521 bis 1799 bewohnte
die Familie von Morrien das Anwesen
und verlieh ihm sein heutiges
Erscheinungsbild. Durch den Ankauf
angrenzender Häuser und Höfe
vergrößerte sich der Falkenhof
kontinuierlich.
- Weitere
umfassende Veränderungen erlebte
der Falkenhof in der zweiten Hälfte
des 18. Jahrhunderts. Die Besitzer
ließen den Westbau anfügen, so
entstand die heutige dreiflüglige
Anlage. Ganz im Sinne des barocken
Zeitgeschmacks setzten die Bauherren
zur Betonung der neu gewonnenen
Symmetrie eine große doppelläufige
Treppe vor den Mittelbau. Zur Stadt
hin öffneten sie die Hofmauer und
gaben so den Blick auf die
schlossartige Anlage frei.
- Auch
die öffentliche Nutzung des Hofes
ab der Mitte des 19. Jahrhunderts führte
zu mehrfachen Veränderungen der
Innenaufteilung der Gebäude. Heute
ist nur noch der gartenseitige Ostflügelanbau
erhalten, der das Erscheinungsbild
des Falkenhofs seit der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts mitbestimmt.
Im
Jahr 1940 kaufte die Stadt Rheine
den Falkenhof. Nach wechselnder
Nutzung als Vereinsheim,
Jugendherberge, Schule oder auch
Rathaus baute die Stadt auf dem Hof
seit den 1950er Jahren das städtische
Museum auf. Bei den
Ausschachtungsarbeiten für den
neuen Treppenturm wartete auf die
Archäologen eine Sensation: Man
entdeckte in vier Metern Tiefe
unterirdische Gänge. Die Gänge
dienten den früheren adligen
Hofbesitzern zur Abfallentsorgung.
Die Archäologen konnten eine
beachtliche Anzahl von
Gebrauchsgegenständen vom 17. bis
19. Jahrhundert bergen und im Museum
ausstellen. Besucher können durch
Glasplatten hindurch in die Tiefe
der unterirdischen Gänge blicken.
Führungen
auf
Voranmeldung.
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